Neuss zieht giftigen Kobras den Zahn

 Kölner   14 Jan 2019 : 09:29
 Keine    Heimspiele
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Am Sonntagabend gelang der Neusser 1b im Rückspiel gegen die 1b aus Dinslaken der Jahresauftakt mit einem Dreier. Denkbar knapp setzte man sich am Ende mit 3:2 durch.

Dabei hatte das Spiel zunächst wie erwartet angefangen. Die Neusser nutzten ihre spielerische Überlegenheit und gingen schnell durch schön herausgespielte Tore von Benjamin Jakob und Moritz Walz mit 2:0 in Führung. Bei einem „normalen“ Spielverlauf hätte sich nach dem ersten Drittel wohl lediglich noch die Frage nach der Höhe des Neusser Sieges gestellt.

Leider eilt den Kobras nicht nur aus dem Hinspiel gegen Neuss Ende November ein gewisser Ruf voraus, den sie auch an diesem Sonntagabend wieder vollauf bestätigen sollten. Im Bewusstsein der eigenen spielerischen Defizite war das Team aus Dinslaken perfekt darauf eingestellt, von Anfang an nur ein einziges Ziel zu verfolgen, nämlich das Spiel und den Gegner weitestgehend zu zerstören. Zum Ärger des NEV wurde die teilweise grob unsportliche Spielweise von den überfordert wirkenden Schiedsrichtern nicht unterbunden.

In den ersten beiden Dritteln schluckten die Neusser viele Attacken in Anbetracht der Führung und der deutlichen Überlegenheit noch herunter, auch nach dem glücklichen Anschlusstreffer „aus dem Nichts“. Spätestens mit dem unverdienten Ausgleich der Gäste zu Anfang des dritten Drittels - einem eigentlich völlig ungefährlichen Pass in den Slot, der erst über den Umweg eines Neusser Schlittschuhs den Weg ins Tor fand - drohte das Spiel aber zumindest phasenweise zu eskalieren. Dinslaken hatte durch das Momentum des Ausgleichs stets noch genug Luft, um auf der einen Seite jeden unfairen Check zu Ende zu fahren und andererseits jedes Körperspiel der Neusser lauthals und gestenreich zu beklagen. Dabei spielten die Gäste in den letzten 15 Minuten eigentlich kaum noch die Scheibe, sondern beschränkten sich als „Mienensuchgeräte“ einzig auf den Angriff der gegnerischen Spieler.

Selbstverständlich gehört zur Wahrheit auch das Eingeständnis, dass sich die 1b vom Treiben der Gäste irgendwann anstecken ließ und es im Zuge dessen insbesondere versäumte, die dutzenden Torchancen zu verwerten und das Spiel damit frühzeitig zu entscheiden. So gelang es Maxim Rerich erst vier Minuten vor der Schlusssirene, den Keeper der Kobras mit einem Schuss durch die Hosenträger zu überwinden und dem Spuk ein Ende zu setzen. Es folgten noch einige bange Minuten, ehe dieser wichtige und hochverdiente Sieg eingetütet werden konnte.

Bereits am Freitag geht es für die NEV-1b mit einem Auswärtsspiel in Hamm weiter.

Spielbericht: hier







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